Neulich hatte ich einen Termin beim Notar, eine Tante väterlicherseits hat mir aus Mangel an weiblichen Nachkommen ihren gesamten Schmuck vermacht. Natürlich freute ich mich erst einmal riesig darüber, von der Guten bedacht worden zu sein. Daran, dass Tante Gertrud für ihren eher exzentrischen Geschmack bekannt war, verlor ich zunächst einmal keine Gedanken. Diese Erinnerung holte mich aber bei der Besichtigung der Schmuckstücke schnell wieder ein.
Ohrringe mit silbernen Schwanen, einen goldenen Delfin als Anhänger und etwas das wie Käfer aussieht als Broschen. Außerdem noch weiterer Schmuck aus Gold, der aussieht wie etwas das beim Bleigießen zu Silvester übrig geblieben ist. Kurzum eine modische Katastrophe und für mich leider bis auf ein paar wenige Einzelstücke nichts zum tragen dabei.
Die Hoffnung auf wertvolle Einzelstücke ließ mich zunächst zu einem Juwelier dann zu einem Antiquitätenhändler laufen. Bei beiden Fehlanzeige: Es handelt sich zwar um hochwertige Schmuckstücke aus reinstem Gold und Silber aber ihr Design macht sie praktisch unverkäuflich. Wenigstens eine ehrliche Antwort…damit hatte ich am wenigsten gerechnet. Da hilft nur noch einschmelzen und den Schmuck zum reinen Gold und Silberwert zu verscherbeln. Mittlerweile tummeln sich ja recht viele im Edelmetall Geschäft und das sogar online. Es wird alles gekauft was glänzt, ob Altgold, Zahngold oder eben alter Schmuck aus Gold- und Silber. So entschied ich mich den Schmuckankauf über edelmetall-verkaufen.de abzuschließen und meinen gesamten geerbten Schmuck dort zu verkaufen.
Ich muss zugeben, dass ich über den erzielten Preis doch sehr erfreut war. Natürlich weit unter dem, was die Schmuckstücke einmal gekostet haben, da aber nicht mit einem modischen Revival von Goldschmuck in Insektenform zu rechnen ist, war ich zufrieden. Der Schmuckankauf brachte mir außerdem mehr, als wenn ich den Schmuck über einen Auktionator verkauft hätte. Hier wäre der zu erwartende Verkaufswert zwar leicht über dem reinen Goldwert gelegen aber auch Auktionatoren arbeiten nicht umsonst, was den Verkaufserlös wieder geschmälert hätte.
Insgesamt ist ein großzügiges Taschengeld für das Frühjahrs-Shopping herausgesprungen welches mich gut ausgestattet durch den Frühling bringen wird.
